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Zusammenfassung der Sitzung des Berufsrates „Bildung – Ausbildung – Hochschulen - Forschung“ (EDUC)

Brüssel (B), 02.03.2010

Mittwoch 17. März 2010

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Infolge eines Beitrags von Christian Tauch (GD EAC, Europäische Kommission) diskutierte der am 2. März 2010 in Brüssel tagende Berufsrat der CESI unter dem Vorsitz von Monique Cartigny über die bisherigen Ergebnisse und Perspektiven des vor zehn Jahren ins Leben gerufenen Bologna-Prozesses.

Die Teilnehmer stellten in diesem Zusammenhang fest, dass die nationale Umsetzung dieses Pro-zesses oftmals mit Schwierigkeiten verbunden sei. Dies sei insbesondere darauf zurückzuführen, dass die erforderliche Finanzierung der Umsetzung dieses ehrgeizigen Programmes in den sel-tensten Fällen bereitstehe. Zudem benutzten die nationalen Regierungen den Prozess oftmals für die Rechtfertigung rein nationaler Reformen.

Darüber hinaus stellen sich die Lehrkräfte, die häufig zu wenig in die Umsetzung der Reformen auf nationaler Ebene eingebunden werden, Fragen über die Zukunft ihres Berufs. So sehen sie sich in ihrer Rolle einerseits erhöhtem Druck ausgesetzt ist und stellen andererseits fest, dass bisweilen die Spitzenforschung an den Hochschulen gefährdet sei. Obwohl die Lehrkräfte im Rahmen des Bologna-Prozesses zu mehr Mobilität ermutigt werden, erweist sich auch hier die Umsetzung als schwierig, da immer noch viele Hindernisse im Zusammenhang mit der Finanzierung, der Aner-kennung von Berufserfahrungen sowie unter anderem auch in den Bereichen Sozialversicherung und Renten bestehen.

Auch die Studenten haben es immer noch mit zahlreichen Ungleichheiten im Zusammenhang mit der Mobilität zu tun. Die CESI hofft, dass die für Sommer erwartete Mitteilung der Europäischen Kommission Youth on the move zu einer Verbesserung der Situation beitragen wird.

Die CESI unterstützt die Schaffung eines wirklichen Europäischen Raumes für Hochschulbildung und Forschung, der mit ehrgeizigen Mitteln und Projekten ausgestattet werden soll. Insbesondere geht es darum, dass 20% der Studenten von den Mobilitätsmaßnahmen profitieren können. Ein Ausschuss für sektoralen sozialen Dialog wäre der ideale Partner für dieses Programm, da er die Teilnahme aller Lehrkräfte an diesem Prozess gewährleisten würde. Auch die CESI möchte hierzu ihren vollumfänglichen Beitrag leisten.


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