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Coronavirus - Wie wie geht die Justizwache damit um !

Mittwoch 1. April 2020

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Die Justizwache leistet in dieser Krise einen außergewöhnlichen Dienst für die Sicherheit Österreichs.

Mit Auftreten der ersten positiven Fälle des Coronavirus in Tirol war allen Verantwortlichen die Dramatik der Situation bewusst und es wurden erste Maßnahmen im Strafvollzug angeordnet.

Anfänglich beschränkten sich diese Maßnahmen auf das Besuchsrecht, es durfte keinen persönlichen Kontakt mehr geben, Besucher und Insassen waren durch eine Glasscheibe getrennt, Zivilpersonen wurde der Zugang in die Justizanstalten untersagt.

Mit zunehmender Verbreitung des Virus und Einstufung durch die WHO als Pandemie wurden rasch weitere Maßnahmen zum Schutz des Personals und der Insassen angeordnet. Der Dienstbetrieb in der bisher gewohnten Form wurde dadurch unmöglich.

In den Justizanstalten gibt es nunmehr einen Notbetrieb um sowohl die Bediensteten, aber auch die Insassen vor einer möglichen Ansteckung zu schützen. Arbeitsbetriebe mussten geschlossen werden, lediglich ein paar systemerhaltenden Betriebe (Küche, Bäckerei, Wäscherei) konnten davon ausgenommen werden.

Die Anzahl der täglich im Dienst befindlichen Kolleginnen und Kollegen wurde auf die unbedingt notwendige Anzahl reduziert, um bei einem Verdachtsfall die notwendigen Reserven bereitzuhalten. Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren werden sowohl das Personal als auch die Insassen in Gruppen eingeteilt die keinen Kontakt miteinander haben dürfen.

Ausgänge und Freigänge wurden zur Gänze gestrichen. Insassen, die neu in die Justizanstalt kommen, werden zunächst für zwei Wochen von allen übrigen Insassen getrennt. Ebenso wurden Vorbereitungen zur Behandlung erkrankter Insassen getroffen. Der Sicherheitsabstand von mindestens einem Meter ist auch in den Justizanstalten von allen Personen einzuhalten. Es wird laufend auf die Hygiene hingewiesen und es wurden Mundschutz und Schutzbrillen ausgegeben.

Auch in den Justizanstalten ist nichts mehr wie früher, die Kolleginnen und Kollegen haben sich aber dieser Herausforderung gestellt und leisten einen außergewöhnlichen Dienst für die Sicherheit Österreichs.

Norbert Dürnberger, Vorsitzender Zentralausschuss Justizwache
GÖD-FCG, Österreich


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